Kulturpolitische Thesen der SPD

Politik

Präambel

Kultur in der modernen Gesellschaft ist kritisch und identitätsstiftend. In einer Stadt beeinflußt sie das Denken, die Werte und das Zusammenleben der Menschen; sie ist ein Stück Lebensqualität. Eine effektive urbane Kulturpolitik setzt auf Kooperation aller am kulturellen Prozeß beteiligter Institutionen. Die Sozialdemokratische Partei im Kreis Karlsruhe Stadt erklärt mit dem folgenden Thesen und Argumenten ihre Grundsatzposition zum Thema Kultur für Karlsruhe und die Region.

Allgemeinpolitische Leitsätze der SPD – Kulturpolitik:

Kultuförderung von Seiten der öffentlichen Hände ist notwendig. Es gilt der qualitäts- und der soziokulturelle Faktor:
Es gibt Kulturbereiche, die sich problemlos den Gesetzen der Marktwirtschaft unterwerfen lassen (Rockkonzerte, Pop-, Musical-, Klassik-Events etc..auch die Verlagsbranche..)
Es gibt andere Kulturfelder, die nicht oder nur beschränkt ohne staatliche/kommunale Unterstützung auskommen. Dazu zählen z.B. der derzeitige Opern- und Theaterbetrieb,oder Objekte des nationalen Kulturerbes (Gebäude, Museen, Sammlungen der Kunst, Experimentelles etc.)
Kulturpolitische Prioritäten setzen bedeutet, der reinen Konsumgesellschaft entgegen zu wirken und das geistig-soziale Leben für alle gesellschaftlichen Gruppen zu stärken.

Kultur unterliegt den Spielregeln der Industriegesellschaft (J.Rigaud), nicht jede Kunstgattung folgt aber industriellen Mechanismen erfolgreiche Kultur soll anderen Sparten helfen:
Profitable Kulturindustrien sollten weniger oder nicht profitable unterstützen (s.a.z.B. Kopierabgabe an die VG-Wort/Bild, Kabelpfennig an die offenen Kanäle, Senderechte an die Filmförderung etc...)
Kultur leistet Integration und sozialen Zusammenhalt:
Nur die Mechanismen der Marktwirtschaft alleine leisten keine kulturelle Integration und tragen nur beschränkt zum sozialen Zusammenhalt in der Stadt bei.

Die SPD fordert das kulturelle Engangement der Wirtschaft und privater Geldgeber: Engagement für Kultur im öffentlichen Rahmen aus privaten Kreisen (Spender, Mäzene und Sponsoren) muss verstärkt belohnt werden
bürgerschaftliches Handeln muss durch die Kommune unterstützt werden:
Kulturarbeit bedeutet auch Stärkung der kommunalen Basis in Bezug auf die Möglichkeiten sich innerhalb einer Stadt oder des Stadtteils zu engagieren und zu versammeln; bürgerschaftliches Handeln muss durch die Kommune unterstützt werden. (keine ausschließliche Institutionen-und Eventförderung) „Kulturpolitische Vielfalt braucht Spielräume“ (T.Röbke)

Überprüfung der bestehenden und umfangreich geförderten Apparate und Institutionen: denn Je mehr Geld in die bestehenden Apparate und Institutionen gesteckt, desto weniger gibt es Chancen für neue und noch ungesicherte ästhetische Ausdruckformen
Kultur und Bildung sind miteinander verbunden: kulturelle Bildung in der Schule und im Alltag sind stärker zu fördern;

Kultur braucht regionale Zusammenarbeit: effektive Kulturförderung geht in Zukunft nur noch in Zusammenarbeit mit der Region. Diese ist neu zu definieren und in einer Verwaltungsreform zu konkretisieren.

 
 

Newsletter SPD Kulturforum

Liebe Freundinnen und Freunde des Kulturforums,
der neue Newsletter des SPD Kulturforums ist erschienen. Es besteht auch die Möglichkeit des downloads unter:
http://www.kulturforen.de/servlet/PB/menu/-1/index.html
Freundliche Grüße

Dr. Klaus-Jürgen Scherer
Geschäftsführer des Kulturforums der Sozialdemokratie
klaus-juergen.scherer@spd.de

 

WebsoziCMS 3.9.9 - 001006969 -

WebsoziInfo-News

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von websozis.info

 

Wer ist Online

Jetzt sind 2 User online